Die Machbarkeit von Agrophotovoltaik wird demonstriert

Genehmigung und Baurecht

Unterschiede zur herkömmlichen PV-FFA

kleinerMEV88045_Solaranlage-auf-freiem-Feld_c_MEV-Verlag-GmbH-Germany.jpgEine herkömmliche PV-FFA wird in der Regel im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet Photovoltaik“ ausgewiesen. Hierbei wird eine Ackerfläche in eine Grünfläche umgewandelt und anschließend die PV-FFA darauf installiert. Andere für PV-FFA mögliche Standorte sind brachliegende Gewerbegebiets- und Konversionsflächen sowie bis zu 100m breite Streifen entlang von Transportwegen wie Schienen und Autobahnen. Generell sollten aus Gründen des Schutzes der wertvollen Bodenressourcen PV-FFA nicht auf den fruchtbarsten Böden installiert werden, damit die große Nahrungsmittelexportabhängigkeit Deutschlands nicht noch verstärkt wird. Da die PV-FFA eine elektrische Betriebsstätte ist, wird sie als Gewerbe betrachtet und statistisch den versiegelten Flächen zugeordnet und der Landwirt oder Flächeneigentümer erhält für die Fläche keine Agrarsubventionen mehr. Der Ausbau der herkömmlichen PV-FFA erschwert somit die Zieleinhaltung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, dass bis ins Jahr 2020 nicht mehr als 30 ha pro Tag Fläche aus dem Landwirtschaftssektor umgenutzt werden sollen.

Eine APV-Anlage hingegen soll zukünftig im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet Agrophotovoltaik“ ausgewiesen werden. Der unter den PV-Modulen liegende Acker wird weiterhin genutzt und eine Umwandlung in eine Grünfläche ist nicht notwendig. APV-Anlagen können grundsätzlich auf allen Flächen installiert werden — auch auf sehr fruchtbaren Böden — da die Nahrungsmittelproduktion nicht beziehungsweise nur sehr geringfügig eingeschränkt wird. Der Landwirt oder Flächeneigentümer erhält weiterhin die für die Fläche zugeordnete Agrarsubvention und statistisch zählt die Fläche nicht zur versiegelten Fläche, sondern weiterhin als landwirtschaftliche Nutzfläche. Somit leistet die APV einen positiven Beitrag zum 30ha/Tag Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie bis 2020.