Was sind die Herausforderungen unserer Zeit?

Nahrungsmittelsicherheit

Fehlende Anbauflächen für die landwirtschaftliche Produktion führen dazu, dass Deutschland massiv von Nahrungsmittelimporten aus dem Ausland abhängig ist. Derzeit ist Deutschland der viertgrößte Nettoimporteur von Lebensmitteln weltweit. Um den Gesamtverbrauch an Nahrungsmitteln in Deutschland zu decken, waren im Jahr 2010 20,1 Mio. ha Fläche nötig. Davon lagen bereits zwei Drittel im Ausland, der übrige Anteil im Inland. Gründe für die sinkenden Flächenverfügbarkeiten sind der starke Ausbau der Bioenergie und ein gleichzeitig steigender Nahrungsmittelexport. Exporte führen zu einem weiter steigenden Flächenbedarf, der oft nur im Ausland gedeckt werden kann. Die restlichen 3% entfallen auf Industripflanzen, Brache und stillgelegte Flächen

17
%

der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland wurden 2014 für die Produktion von Agrokraftstoffen genutzt (inkl. Biogas für Strom und Wärme sowie E5, E10 und Biodiesel)

Quelle: Bioökonomierat

Food-Water-Energy-Nexus

Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln, Wasser und Energie wird weltweit immer weiter zunehmen. Zugleich sind diese Ressourcen sehr eng miteinander gekoppelt. Um perspektivisch Versorgungssicherheit zu generieren, sind integrierte Ansätze im Management des Wasser-, Agrar- und Energiesektors unumgänglich. Synergien zwischen den Bereichen können gefördert und Zielkonflikte minimiert werden. Die praktische Umsetzung dieses Ansatzes bleibt anspruchsvoll, technologische Lösungen allein reichen nicht aus. Innovative Ansätze im Ressourcen- und Landnutzungsmanagement sowie fördernde politische Rahmenbedingungen sind ebenso unerlässlich.

Mehr erfahren unter www.water-energy-food.org